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Ostseegespräche

Donnerstag, 22.06.2017, 18:30 Uhr s.t.

Staatliche Verantwortung während der europäischen Flüchtlingskrise 2015/2016 – Ein Vergleich zwischen Dänemark und Deutschland
Ingrid Hadvig

Im Herbst 2015 spitzte sich europaweit die Flüchtlingssituation zu: Aus den Krisenherden in Europas Nähe machten sich immer mehr Menschen auf den gefahrvollen Weg auf Suche nach Schutz und einem neuen Anfang fern der Heimat. Nicht nur die an das Mittelmeer angrenzenden Staaten stellte dieser Zustrom von Menschen vor eine Belastungsprobe – auch einige Grundfesten europäischer Politik gerieten ins Wanken und ein einheitliches Vorgehen der EU-Mitgliedstaaten war kaum erkennbar. Während Deutschland die Position des Fürsprechers für eine gemeinsame europäische Lösung des Flüchtlingszustroms einnahm, vollzog Dänemark die strengste Flüchtlingspolitik Europas. Doch wie begründete die nationale Politik jeweils ihr Handeln? Ingrid Hadvig spürt in ihrer Analyse dem dänischen und deutschen Verständnis der Verantwortung des Staates in der Flüchtlingskrise nach.

Ingrid Hadvig ist Studentin der Politikwissenschaft (Universität Kopenhagen, Freie Universität Berlin) und arbeitet seit Februar 2016 als studentische Hilfskraft an der dänischen Botschaft Berlin. Im Rahmen des FOR:N Ostseegesprächs stellt sie einige Ergebnisse ihrer Masterarbeit vor, die sie derzeit zur Ethik in der Flüchtlingspolitik verfasst.

Ort:

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstr. 1
10787 Berlin

Der Eintritt ist frei

Dienstag, 16.05.2017,  19:00 Uhr

Nord Nord Süd. Im Gespräch mit JournalistInnen aus Nordeuropa

Gerade erschienen ist die aktuelle Rangliste von Reporter ohne Grenzen zur Pressefreiheit 2017. Auf den ersten vier Plätzen: Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark, Island folgt auf Platz 10, Deutschland auf Platz 16. Ob Pressefreiheit, Anti-Korruption, Gleichberechtigung oder Glück – auf all diesen Ranglisten stehen die nordeuropäischen Staaten ganz weit vorne. Wie das zu erklären ist, möchten wir mit unseren fünf Gästen aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden diskutieren und mit ihnen über aktuelle, tagespolitische Fragen sowie über Innen- und Außenansichten deutscher und nordeuropäischer Politik sprechen. Welche Themen bewegen unsere Nachbarn in Nordeuropa? Wie wirkt sich die Zuwanderung durch Flüchtlinge auf die nordeuropäische Politik und Gesellschaft aus?

Wir freuen uns auf fünf JournalistInnen aus Nordeuropa, die das Internationale Journalistenprogramm (IJP) absolvieren. Im Rahmen eines IJP-Stipendiums arbeiten sie zwei Monate in Berlin für verschiedene, deutsche Redaktionen wie die der "taz", der "Die Welt", des "Inforadio" vom rbb oder der "Deutschen Welle".

Khaled Alesmael (S) arbeitet bei einer politischen Magazinsendung des Schwedischen Rundfunks (SVT) in Göteborg und hospitiert zur Zeit bei der tageszeitung (taz).

Björg Magnúsdóttir (IS) lebt als Journalistin und Autorin in Reykjavík. Sie arbeitet als Redakteurin beim isländischen Fernsehsender RUV und hospitiert zur Zeit in der Kulturredaktion der Deutschen Welle in Berlin.

Martin Holvik (N) arbeitet als Redakteur bei NRK News in Oslo. Zur Zeit hospitiert er beim Inforadio des rbb.

Päivi Kerola (F) ist außenpolitische Redakteurin beim finnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk YLE in Helsinki und hospitiert zur Zeit in der Außenpolitik der Tageszeitung "Die Welt".

Lise Ipsen (DK) ist außenpolitische Redakteurin beim Dänischen Rundfunk in Kopenhagen und hospitiert bei der Deutschen Welle.

Moderiert wird der Abend von Tobias Etzold.

Der Eintritt ist frei

Ort:
Nordeuropa-Institut
Dorotheenstr. 24, Haus 3,
Raum 3.231 "Henrik Steffens"

Dienstag, 21.11.2016, 19.00 Uhr s.t.

Deutsche Wutbürger, dänische Infrastrukturfans? Die Auseinandersetzung um die feste Querung über den Fehmarnbelt 
Robert Schmidt

18 Kilometer Ostsee liegen zwischen der dänischen Insel Lolland und dem ostholsteinischen Fehmarn. Wo heute Fähren in engem Takt fahren, soll in nicht allzu ferner Zukunft ein Tunnel die beiden Inseln und damit Skandinavien mit dem europäischen Festland verbinden. Lange bevor es zu einer politischen Einigung über den Bau einer festen Querung über den Fehmarnbelt zwischen den Regierungen in Kopenhagen und Berlin Ende der 2000er kam, formierte sich auf der Touristeninsel Fehmarn Protest. Auf der dänischen Seite hingegen konnte sich eine schlagkräftige Allianz gegen das Projekt nicht herausbilden.

Welche Gründe gibt es für das Aufkommen beziehungsweise Ausbleiben von sichtbarem Protest dies- und jenseits des Fehmarnbelts? Unterschiedliche Vorstellungen stoßen hier aufeinander, die nicht nur bei der Umsetzung des Milliardenprojekts in der deutsch-dänischen Grenzregion von Belang sind.

Robert Schmidt ist Student der Politikwissenschaft (Freie Universität Berlin, Universität Kopenhagen) und hat sich im Rahmen seiner Masterarbeit mit Fragen von Protest und Beteiligung beim Projekt Feste Fehmarnbeltquerung beschäftigt. Eine glückliche Fügung, da er somit sein Interesse für Verkehrspolitik und Infrastruktur mit seiner Begeisterung für Dänemark und Skandinavien kombinieren konnte. Für seine Masterarbeit kehrte er für einige Wochen zurück nach Kopenhagen, wo er bereits 2011/12 studierte. Praxiserfahrungen sammelte er neben dem Studium durch Tätigkeiten unter anderem im Bundestag und im Berliner Abgeordnetenhaus, in der Pressestelle eines Zugherstellers und zuletzt bei einem Berliner Think Tank.

Ort:

Femern A/S,
c/o Miller & Meier Consulting 
Französische Str. 55,
10177 Berlin
Vor dem Eingang klingeln!
Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 18.10.2016, 19:00 Uhr s.t.

Stockholm, Berlin, Leipzig – Was macht Städte attraktiv für Start-ups?
Christian Berg

Start-ups bekommen als Motoren für Wachstum und als Antrieb für Innovationen immer mehr Aufmerksamkeit. Zwischen den europäischen Hauptstädten wächst der Wettbewerb darum, die neuen Gründungen bei sich anzusiedeln. Berlin schneidet in diesem Rennen um die besten Köpfe und Geschäftsideen sehr gut ab und hat sich in vielen Rankings erfolgreich neben anderen europäischen Städten, wie London und Stockholm, positioniert.

Was macht Berlin für Start-ups so attraktiv? Welche Rolle spielen Netzwerke zwischen Hochschulen und Wirtschaft? Welche politischen Rahmenbedingungen sind erforderlich? Warum gründen mehr Männer als Frauen? Wie unterscheidet sich die Berliner Start-up-Szene von anderen Städten und was kann von ihnen gelernt werden? Zum Beispiel von Stockholm, das mit Spotify und Skype erfolgreiche "Unicorns" hervorgebracht hat? Diesen Frage wollen wir in einem Hintergrundgespräch mit Christian Berg nachgehen, der Auszüge seines schwedischen Berichts Deutschland, Start-ups und Innovation vorstellt, den er im April 2016 im Auftrag des schwedischen Außenministeriums verfasste.

Christian Berg hat 20 Jahre als Diplomat im schwedischen Außenministerium gearbeitet, unter anderem als Abteilungsleiter für Presse, Wirtschaft, Öffentlichkeitarbeit und Kultur an der schwedischen Botschaft in Berlin. Heute ist Christian Berg als Geschäftsführer der AllBright-Stiftung in Berlin tätig.

Ort:

Fraunhofer-Forum Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, 10178 Berlin
Raum "Großes Forum"


Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Fraunhofer-Gesellschaft statt. Eine Anmeldung in Form einer kurzen E-Mail an anmeldung@for-n[dot]de ist bis zum 14. Oktober erforderlich.

Dienstag, 8. März 2016, 19 Uhr

Benjamin Schaller
Das Narrativ vom Krieg in der Arktis

Das Abschmelzen der arktischen Eisdecke hat unter den Arktisanrainern einen regelrechten Wettlauf um die in der Arktis vermuteten großen Gas- und Ölvorkommen sowie über die Kontrolle lukrativer Handelsrouten ausgelöst. Die arktischen Staaten und insbesondere Russland versuchen deshalb ihre Interessen in der Region frühzeitig zu sichern und untermauern ihre Gebietsansprüche zunehmend auch militärisch. Dieses Narrativ einer offenbar unvermeidlichen militärischen Konfrontation im hohen Norden scheint sich mehr und mehr in den allgemeinen Sicherheitsdiskurs zur Zukunft der Region einzuschleichen, mit einer Ausnahme, innerhalb der Arktis selbst. Was sind die Gründe hierfür und was ist dran am "Kalten Krieg in der Arktis"?

Benjamin Schaller ist seit November 2014 PhD-Kandidat und Research Fellow am Centre for Peace Studies an der Arctic University of Norway in Tromsø. Er forscht dort zu Fragen arktischer Sicherheit, militärischer Kooperation und Vertrauensbildung. Davor absolvierte er seinen Master am Department for Peace & Conflict Research an der Uppsala University in Schweden sowie seinen Magister in Politik- und Medienwissenschaft an der Universität Trier. Seit März 2015 arbeitet er als politischer Referent im Auswärtigen Amt und ist dort für den politisch-militärischen Teil des deutschen OSZE-Vorsitzprogramms 2016 zuständig.

Ort:
Nordeuropa-Institut
Dorotheenstr. 24, Haus 3,
Raum 3.231 "Henrik Steffens"

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