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Die Frau mit dem roten Tuch

„Daran glaube ich ...“ Rationalität und Spiritualität in Jostein Gaarders neuem Buch Die Frau mit dem roten Tuch

Philosophieren bedeutet, über das Leben nachzudenken, und jeder, der sich wundert, philosophiert.
(J. Gaarder)

Steinn und Solrun kannten und liebten sich seit ihrer frühen Jugend, doch ein dramatischer Vorfall ließ die Beziehung zerbrechen.

Dreißig Jahre später treffen sie sich genau dort wieder, wo das geheimnisvolle Ereignis stattfand – der pure Zufall oder eine übernatürliche Fügung des Schicksals?

Jeder der beiden lebt sein Leben, ist verheiratet und hat Familie, aber dennoch fühlen Steinn und Solrun sich immer noch miteinander verbunden. Diese seltsame Begebenheit um die „Preiselbeerfrau“ hat sie geprägt und ihre stürmische, verrückte Liebe scheitern lassen. Als sich Solrun und Steinn Jahrzehnte später unerwartet treffen, entsteht ein Emailkontakt, der erneut ein dünnes Band zwischen ihnen knüpft.

Der Briefwechsel ist voll von gemeinsamen Erinnerungen. Die vielen verrückten Ideen wie das Hausen als Steinzeitmenschen in der norwegischen Hardangervidda werden dabei genauso zur Sprache gebracht wie existentielle und philosophische Fragen – nicht umsonst heißt der Autor des Romans Jostein Gaarder.
„Endet unser Dasein mit dem Sterben?“, „Überdauert die Seele den Tod“ – das sind Fragen, die vor allem die junge Solrun beschäftigen. Sie findet Halt im Glauben an Spiritualität und Christentum, während Steinn den rational denkenden Wissenschaftler darstellt: Für ihn ist nur das wahr, was offensichtlich beweisbar ist. „Daran glaube ich, Solrun! Ich glaube an die Erkenntnisse der Kosmologie und Astrophysik, und ich glaube, dass die Biologie und Paläontologie uns die Entwicklung des Lebens auf der Erde erklären können.“

Gemeinsam arbeiten sie das Ereignis auf, dass damals zur Trennung führte und eine regelrechte „Glaubenskluft“ zwischen ihnen entstehen ließ.

Die Geschichte von Steinn und Solrun ist die einer Liebe zwischen Rationalität und Spiritualität. Jostein Gaarder versteht es, wie in all seinen Büchern, philosophische Fragen um eine zarte Geschichte zu weben und komplizierte und anspruchsvolle Themen aufzuwerfen, die er dank seines besonderen Schreibstils selbst Nicht-Philosophiestudenten näher bringt. Ein Buch, das jeder Jostein Gaarder Fan gelesen haben muss!

Über den Autor

Jostein Gaarder, geboren am 8. August 1952, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Oslo und lehrte Philosophie an den Universitäten Oslo und Bergen.
Danach unterrichtete er zehn Jahre lang Philosophie an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Nebenbei schrieb Gaarder Romane und Erzählungen für Kinder und Erwachsene, seinen Durchbruch als Autor gelang ihm jedoch erst 1993 mit seinem Roman „Sofies Welt“. Dieses Buch, ursprünglich als Kinderbuch gedacht, aber auch von vielen Erwachsenen gelesen, verhalf Gaarder zu internationalen Ruhm und erhielt zahlreiche Auszeichnungen z. B. 1994 den „Deutschen Jugendliteraturpreis“ und 2008 den „Sonderpreis für Deutsche Jugendliteratur“.
Heute lebt Jostein Gaarder mit seiner Frau Siri und seinen zwei Söhnen in Oslo.

Ins Deutsche übersetzt wurde Jostein Gaarders Werk von Gabriele Haefs. Sie studierte Volkskunde und vergleichende Sprachwissenschaften und arbeitet heute neben ihrer Übersetzertätigkeit auch als Autorin. 2008 erhielt sie den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für das Gesamtwerk ihrer kinderliterarischen Übersetzungen.

Claudia Katzmarski

Jostein Gaarder
Die Frau mit dem
roten Tuch

Übersetzung:
Gabriele Haefs

18,90 €
221 Seiten
Hanser Verlag, 2010
ISBN: 3446234888

Originaltitel: Slottet i Pyreneene 2008

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