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Newsletter-Archiv2011Newsletter 10/2011

Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN,

in Schweden haben seine Filme einen Status wie bei uns Winfried Junges "Kinder von Golzow": Rainer Hartleb zeigt am 19. Oktober seine packende Langzeitdokumentation der "Kinder von Jordbro" und diskutiert darüber im Anschluss mit unserem Publikum. Ein Stück schwedische Zeitgeschichte - bei uns im NORDISCHEN FILMKLUB.

Und genau hier feiern wir am 28. Oktober! 25 Jahre PRIX EUROPA – 25 Jahre skandinavische Erfolge. Europas größtes Festival für Fernseh-, Hörfunk- und Online-Produktionen ist im NORDISCHEN FILMKLUB zu Gast. Regelmäßig geht der PRIX EUROPA an die nordischen Rundfunkanstalten. Und das seit 25 Jahren. Wir zeigen die Gewinnerfilme aus den nordischen Ländern. Regisseure und Darsteller werden zu Gast sein, ebenso die Intendantin des Dänischen Rundfunks, eine Videoinstallation und Ausstellung im Foyer informieren über die starke Rolle der nordischen Länder in der Geschichte des Festivals. Sektempfang im Anschluss – pünktlich zur Zieleinfahrt der Hurtigruten im Foyer. Rechtzeitige Anmeldung ist also empfohlen. Am besten bis zum 20. Oktober unter info@kulturhus-berlin.de

Das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin hat ab Oktober einen neuen Gastprofessor. Der stammt aus Schweden. Und wer es ist - erfahren Sie im Newsletter des KULTURHUS BERLIN.

Das und mehr - für Sie, für einen nordischen Herbst.

Ihr
KULTURHUS BERLIN

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein

1.1 NORDISCHER FILMKLUB - "Kinder von Golzow" auf Schwedisch und
SPEZIAL – BEST OF | Der Norden beim Prix Europa

In Schweden haben seine Filme einen Status wie bei uns Winfried Junges "Kinder von Golzow": Rainer Hartleb zeigt am 19. Oktober seine packende Langzeitdokumentation der "Kinder von Jordbro" und diskutiert darüber im Anschluss mit unserem Publikum.
Und am 28. Oktober laden wir ein zu einem SPEZIAL, in dem wir herausragende Spiel- und Dokumentarfilme aus den nordischen Ländern präsentieren. Das komplette Programm finden Sie hier.

>> Programm des NORDISCHEN FILMKLUB

05.10.2011, 19 Uhr
Over Gaden under Vandet | Above The Street Below The Water
DK 2009 | R: Charlotte Sieling | 90 Min. | OmeU
Mit Nicolas Bro, Sidse Babett Knudsen, Anders W. Berthelsen, Ellen Hillingsø, Nils Ole Oftebro, Ellen Nyman

Karriere, Wohnung, Kinder – eine perfekte Kopenhagener Familie, die alles hat, was man sich wünschen kann. Doch Annes Mann braucht eine Pause – von Anne und den Kindern. Nicht nur im Leben dieser Familie geht von nun an alles durcheinander. Hochkarätig besetztes Porträt einer modernen Elterngeneration. Humorvolles Drama über perfekte Eltern und deren Fehler, große Einsamkeit und neue Lebensfreude. (Fotoquelle: Sandrew Metronome)

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19.10.2011 | 19 Uhr
Alla mår bra | Alles ist gut
SE 2006 | R: Rainer Hartleb | 147 Min. | OmU
Dokumentation und Regiegespräch

Schwedische Zeitgeschichte. An einem Augusttag 1972 kam der Dokumentarfilmer Rainer Hartleb das erste Mal in die Schulklasse im schwedischen Jordbro, einem Vorort von Stockholm. Seitdem hat er die Kinder von einst mit der Kamera begleitet. Was aus Ulrik und Slobodan, Camilla und Maria geworden ist, erzählen die fesselnden Lebensgeschichten dieser hervorragenden Dokumentation, die international mehrfach ausgezeichnet wurde. Über seine Filme spricht der Regisseur Rainer Hartleb im Anschluss mit dem Publikum. (Fotoquelle: Foto: Folkets bio)

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Freitag! 28.10.2011 | 17 Uhr
SPEZIAL – BEST OF | Der Norden beim Prix Europa

Wir feiern! 25 Jahre PRIX EUROPA – 25 Jahre skandinavische Erfolge. Ob Fernsehen, Radio oder Online: Der Norden steht für Qualität, und er steht für neue Ideen. Formate aus Skandinavien wurden deshalb schon oft mit dem PRIX EUROPA ausgezeichnet. Auf Europas größtem Festival für Fernseh-, Hörfunk- und Online-Produktionen gehen die Preise regelmäßig an die nordischen Rundfunkanstalten. Und das seit 25 Jahren. Der NORDISCHE FILMKLUB zeigt ein SPEZIAL zum 25. Jubiläum des PRIX EUROPA. Präsentiert werden herausragende Spiel- und Dokumentarfilme aus den nordischen Ländern. Regisseure und Darsteller werden zu Gast sein, eine Videoinstallation und Ausstellung im Foyer informieren über die starke Rolle der nordischen Länder in der Geschichte des Festivals.

Einlass ab 17 Uhr

1.2 Kulturhus Berlin verlost: Fan werden und gewinnen

Kostenlos skandinavische Filme gucken! Und zwar ein halbes Jahr lang. Wir verlosen eine Freimitgliedschaft im NORDISCHEN FILMKLUB für zwei Personen. Die erhält unser 400. Facebook-Fan. Das können Sie auf www.facebook.com/KulturhusBerlin werden. Und mit etwas Glück sind Sie Nr. 400! Wir jedenfalls drücken Ihnen schon einmal beide Daumen.

2 AKTUELL: Aris Fioretos - neuer Gastprofessor am Nordeuropa-Institut

Der schwedische Schriftsteller Aris Fioretos übernimmt zum 1. Oktober 2011 die Dag-Hammarskjöld-Gastprofessur am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.

"Das Nordeuropa-Institut freut sich sehr, mit Aris Fioretos einen hervorragenden Literaturwissenschaftler aus Schweden im Kollegium begrüßen zu dürfen." erklärt der Direktor des größten Skandinavistik-Instituts in Deutschland, Professor Dr. Ralph Tuchtenhagen.

Aris Fioretos. 1960 in Göteborg geboren, hat sich der Sohn eines griechisch-österreichischen Elternpaares sowohl im literarischen als auch im wissenschaftlichen Betrieb einen Namen gemacht. Nach einem Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaften in Stockholm, Paris und Yale, forschte er im Rahmen eines DAAD-Stipendiums an der Freien Universität Berlin. 1991 folgte die Promotion, 2001 die Habilitation. Neben Lehraufträgen an verschiedenen Universitäten in Schweden und den USA ist Fioretos auch als Übersetzer und Schriftsteller tätig und wurde dafür unter anderem vom Getty Center, der Schwedischen Akademie, der American Academy Berlin und dem All Souls College Oxford ausgezeichnet. Nach einem Intermezzo im diplomatischen Dienst – er war von 2003 bis 2007 Botschaftsrat für Kultur an der Schwedischen Botschaft in Berlin - konzentrierte er sich wieder verstärkt auf seine Tätigkeit als Autor. Sein jüngster Roman "Der letzte Grieche" (Original: Den siste greken), der 2009 in Schweden und 2011 in Deutschland erschien, wurde von den Feuilletons begeistert aufgenommen. Ein besonderes Interesse hegt Fioretos für die deutsche Nobelpreisträgerin Nelly Sachs, die 1940 nach Schweden emigrierte: 2010 kuratierte er die Wanderausstellung "Flucht und Verwandlung" im Jüdischen Museum Berlin; darüber hinaus betätigte er sich als Verfasser und Herausgeber einer umfangreichen Bildbiographie sowie einer kommentierten Ausgabe von Sachs' Werken in vier Bänden.

Fioretos folgt der schwedischen Literaturwissenschaftlerin Ebba Witt-Brattström.
Die schwedische Stiftungsgastprofessur am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin wurde 1998 von der schwedischen Regierung eingerichtet und ist benannt nach dem schwedischen UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Dag Hammarskjöld (1905-1961).

KULTURHUS BERLIN

www.arisfioretos.com

3 BESUCHT: Licht-Gestalten im Felleshus. Eine Ausstellungsrezension

Finnischer Winter als Inspiration für schönes Licht. Eine neue Ausstellung zeigt ungewöhnliche Leuchten aus dem Norden.

Was ist Licht eigentlich? Lässt man die wissenschaftliche Definition einmal außen vor, kann man diese Frage vielleicht mit dem Kontrast zur Dunkelheit erklären: Licht fällt immer dort auf, wo es dunkel ist und besonders sichtbar wird es durch Schatten. Licht blendet uns an gleißenden Sommertagen und es fehlt uns in den kurzen Tagen des Winters, die immer näher rücken.

Durch Licht und Schattenspiele haben sich auch finnische Designer/innen bei der Gestaltung von Leuchten inspirieren lassen, die in der Ausstellung "Die finnische Dunkelheit oder wie gestaltet man Licht?" im Felleshus der Nordischen Botschaften gezeigt werden. Hier kann man beobachten, wie Licht so organisiert wird, dass es nicht nur Helligkeit, sondern auch Schönheit erzeugt. Die Designer/innen spielen mit Schatten, um Raum und Muster sichtbar zu machen. Der feine Schatten eines Zweiges auf der Fläche unter der Leuchte "Lehvä" von Jukka Korpihete fesselt die Aufmerksamkeit des Betrachters. Ebenso das filigrane Muster einer Blüte, das "Illusia" von Kirsti Taivola auf ein Tischtuch wirft. Die Optik des Glases schafft unterschiedliche Muster, ähnlich einer handgeblasenen Glasglocke.

Die Lichtspiele der Natur dienen nicht nur als wichtige Inspirationsquelle der Designer/innen, sondern liefern auch das Material für die Leuchten selbst. Päre ist das finnische Wort für Holzschindel, durch das "Pare" von Oliver Walter seinen Namen trägt. Die Idee entstand durch Leuchten früherer Jahrhunderte. Ein Stück Birkenholzrinde wurde an einem metallenen Halter an die Wand geklemmt und angezündet und spendete so Licht und Wärme. Finnisches Holz verarbeitet auch Seppo Koho bei "Octo 4240"und "Octo 420", der durch Seezeichen der finnischen Meere inspiriert wurde. Und auch Samuli Naamanke arbeitet mit natürlichem Material. Sein durchscheinender Leuchtenschirm "Roll On" besteht aus gepresster Maisstärke und ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar.

Die finnischen Winterabende sind lang, an manchen Tagen spendet die Sonne gerade einmal fünf Stunden Licht am Tag. Ist man so lange Zeit des Tages auf künstliches Licht angewiesen, so müssen sich Menschen Lichtquellen erdenken, die nicht nur Benutzerfreundlich sind, sondern auch Gemütlichkeit gestalten. Die Leuchte "Centerpoint für Dayground" von Terhi Tuomine besteht aus aneinander gelehnten Scheiten, dessen Licht die Assoziationen an das warme Licht eines Lagerfeuers hervorruft.

Wie wir Licht wahrnehmen ist auch von der Form abhängig; wie es präsentiert wird. Besonderen Einfallsreichtum zeigen die finnischen Designer/innen nicht nur bei der Bündelung des Lichtes, sondern auch bei der Form der Leuchten. "Medusa" von Mikko Paakkanen besteht aus einem Bündel von Leuchtsträngen und kann ihre Gestalt verändern. Durch eine elektronische Steuerung wird sie langsam zur Kugel oder zieht sich in die Länge.

Die Ausstellung finnischer Design-Leuchten zeigt eine Bandbreite von Möglichkeiten, Licht nicht nur praktisch zu nutzen, sondern gleichsam eindrucksvoll zu gestalten. Vielleicht blickt man durch die gezeigten Ideen der finnischen Designer/innen, dem Winter und seinen langen Abenden nicht mehr ganz so streng entgegen. Die Ausstellung "Die finnische Dunkelheit oder wie gestaltet man Licht?" ist noch bis 29.10.2011 im Gemeinschaftshaus Felleshus der Nordischen Botschaften zu sehen.

Karina Wolfsdorff

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin

www.nordischebotschaften.org

4 TIPPS & TERMINE: Der NORDEN in Berlin

4.1 Literatur

9. Oktober | 11 bis 18 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Tag der isländischen Literatur
Fünf isländische Autoren im Felleshus | Thor Vilhjálmssons "Morgengebet"

Vom 12. bis zum 16. Oktober findet in Frankfurt die weltweit größte Buchmesse statt – und Island ist in diesem Jahr Ehrengast! Berliner Leser und Leserinnen können sich den Weg nach Frankfurt (fast) ersparen, denn gleich fünf großartige isländische Autoren und Autorinnen sind am Sonntag vor der Messe zu Gast im Felleshus.
Mit dabei: "Morgengebet" des im März verstorbenen Autors Thor Vilhjálmsson. Sein isländischer Schriftstellerkollege Sjón wird es am 9. Oktober vorstellen.

Island ist im 13. Jahrhundert politisch im Umbruch, in Europa bestimmen Endzeitvisionen das Denken. Mit seiner poetischen, kraftvollen Sprache und in eindrücklichen Bildern gelingt ihm ein grandioses Panorama des europäischen Mittelalters ganz im Stile von Umberto Ecos "Der Name der Rose".

Sturla Sighvatsson, der von 1199 bis 1238 lebte, ist ein Mitglied der mächtigen Familie der Sturlungen. Sturla verstrickt sich in Schuld, auch gegenüber dem Bischof. Am Ende reuen ihn seine Taten und er verlässt Island und die ihn liebende Solveig, um in einer Pilgerfahrt nach Rom vom Papst Vergebung seiner Sünden zu erlangen. Seine abenteuerliche Fahrt wird eine Reise zu sich selbst, an deren Ziel der Autor den ehrgeizigen Sturla dennoch scheitern lässt. Denn "ich glaube, wir müssen uns der Dichtung zuwenden, wenn wir dem Unglück entrinnen wollen" (Vilhjálmsson in einem letzten Interview im Februar 2011).

Es lesen:
Auður Ava Ólafsdóttir ("Weiss ich, wann es Liebe ist?", Suhrkamp)
Steinunn Sigurðardóttir ("Der gute Liebhaber", Rowohlt)
Hallgrímur Helgason ("Eine Frau bei 1000 Grad", Tropen / Klett Cotta)
Sjón ("Das Gleissen der Nacht", S. Fischer)
Pétur Gunnarsson ("Punkt, Punkt, Komma, Strich", Weidle Verlag, und "Mein Reykjavík", Insel Verlag)

Außerdem sprechen die Autoren über Klassiker der isländischen Literatur:
Hallgrímur Helgason über die Sagas
Pétur Gunnarsson über Þórbergur Þórðarson
Steinunn Sigurðardóttir über Halldór Laxness
Sjón über Thor Vilhjálmsson

Eintritt frei.
Eine Veranstaltung der Botschaft von Island und "Sagenhaftes Island – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse".
Weitere Informationen zum Auftritt Islands auf der Buchmesse finden Sie unter www.sagenhaftes-island.is

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18. Oktober | 18 Uhr | Literaturwerkstatt Berlin)
Europa literarisch: Estland
In Lesung und Gespräch: Mari Saat (Autorin, Estland)
Moderation: Thomas Wohlfahrt

Die Reihe "Europa literarisch" widmet sich im Oktober der Literatur aus Estland. Zu Gast ist die mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnete Autorin Mari Saat, die ihre erste in Deutschland erschienene Novelle "Meine lebendige Haut" (2011 ihleo verlag) vorstellt.

Ülles Welt zerspringt wie eine Glaskugel, als sie die Nachricht erhält, dass die "Estonia" untergegangen ist: 852 Seelen, die sich die See in einer stürmischen Nacht geholt hat – darunter Emil, ihr Mann, der Vater ihrer kleinen Tochter.

Die Fragmente ihres Lebens wieder zu ordnen, irrlichtert Ülle durch ihr Tallinner Universum: durch ihre Gedanken, Geistesblitze und Vorurteile, durch halb verfallene Straßenzüge, moosbedeckte Wälder und ihre Menschen. "Meine lebendige Haut" ist ein berührender Blick in das Innerste einer jungen Frau, die versucht, in einer Zeit steten Wandels zurechtzukommen.

Die Schriftstellerin und Wissenschaftlerin Mari Saat (*1947 Tärjev, Finnland) wuchs in Tallinn auf, studierte Ökonomie und arbeitete als Wirtschaftswissenschaftlerin. Das Jahrzehnt von 1983–1993 lebte sie von der Schriftstellerei, um dann als hauptberufliche Dozentin für Wirtschaftsethik an die TH Tallinn zurückzukehren. "Meine lebendige Haut", im Jahr 2000 mit dem Jahrespreis der estnischen Kulturförderung ausgezeichnet, wurde von Irja Grönholm ins Deutsche übersetzt.

Eintritt frei, kein Nacheinlass
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 13.10.2011 unter http://bit.ly/oZuH4A

Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Unter den Linden 78
10117 Berlin

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Do 27.10. 20:00
Poesiegespräch: Manfred Peter Hein
In Lesung und Gespräch: Manfred Peter Hein (Helsinki)
Moderation: Nico Bleutge (Autor und Literaturkritiker, Berlin)

Manfred Peter Hein ist der große Fremde der deutschen Dichtung. Er veröffentlicht seit über einem halben Jahrhundert Gedichte – auf 15 Bände beläuft sich das Oeuvre -, und fast ebenso lange lebt er als ein "deutscher Dichter in Finnland" (Bobrowski). Vielleicht ist diese Entfernung an die Peripherie des Literaturbetriebs die Ursache dafür, dass Hein ein Geheimtipp für Eingeweihte ist. Sein Werk, das in der Traditionslinie Celans, Huchels, Arendts und Bobrowskis steht, ist in Deutschland immer noch zu entdecken. Anlässlich seines 80. Geburtstages am 25. Mai 2011 veröffentlichte der Wallstein-Verlag den Band "Weltrandhin" mit Gedichten aus den Jahren 2008-2010.

Über diesen Band und ein Leben als Dichter, Beobachter, Übersetzer, Fährtensucher und Fährmann der Literaturen soll an diesem Abend gesprochen werden – und aus diesem Band wird Hein lesen. "Im Grunde arbeitet Hein in jedem Gedicht an dem Paradox, mit der Sprache gegen das Nichts anzutreten, dort Verse zu setzen, wo eigentlich Schweigen und Stille herrschen." (Nico Bleutge)

Manfred Peter Hein (*1931 Darkehmen/Ostpreußen) studierte Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Finnougristik in Marburg, München, Helsinki und Göttingen. Er lebt seit den fünfziger Jahren in Finnland. Er hat zahlreiche Gedichtbände, Prosa und Essays publiziert, er ist Übersetzer und Herausgeber. Für seine Gedichte und Übersetzungen wurde er mit renommierten deutschen und internationalen Literaturpreisen geehrt, darunter 1984 mit dem Peter-Huchel-Preis; zuletzt 2006 mit dem Rainer-Malkowski-Preis.

Poesiegespräche bieten die Möglichkeit eines tiefen Einblicks in Schreibstätten und Konzepte von Dichtern, zumal wenn es um deren neuestes Buch geht. Nico Bleutge, selbst Dichter, wird als kritisch begleitender Gesprächspartner auch diese Veranstaltung der Reihe moderieren.

Mit freundlicher Unterstützung des Finnland-Institut in Deutschland und FILI Finnish Literature Exchange

4.2 Eröffnung

29. Oktober | 14-18 Uhr | Buchandlung Pankebuch
Eröffnung: PANKEBUCH - Die schönsten Bücher des Nordens

Sie lesen gern und mögen besondere Buchläden, in denen man in aller Ruhe stöbern kann?

Bald gibt es einen neuen Ort in Pankow mit einem vielfältigen Buchangebot und besonderen literarischen Schätzen aus Skandinavien und Island, die es zu bergen gilt.

Zur Eröffnung spielt Jürgen Motog auf der schwedischen Nyckelharpa (Schlüsselfiedel).

Katrin Mirtschink
PANKEBUCH - Die schönsten Bücher des Nordens
Wilhelm-Kuhr-Straße 5
Nähe Bürgerpark und Panke
13187 Berlin

Tel: 030.88668410
mobil: 0176 683 209 46

www.pankebuch.de | info (at) pankebuch.de

4.3 Festival

25. November bis 11. Dezember
NORDWIND Festival

Bereits zum vierten Mal präsentiert sich das größte Festival nordischer Künste in Deutschland – das NORDWIND Festival. Vom 25. November bis 11. Dezember werden 21 Ensembles mit über 100 Beteiligten aus Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Island und Estland ihr Repertoire in Berlin und erstmals auch in Hamburg einem breiteren Publikum vorstellen.

Ein abwechslungsreiches, spartenübergreifendes Programm von Theater-, Musik-, Tanz- und Performancearbeiten wird an 17 Festivaltagen angeboten. Darüber hinaus gibt es Installationen, Lesungen, Filme, Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden von Fachleuten aus Berlin, Hamburg und internationalen Gästen aus den skandinavischen Ländern.

Im Bereich Darstellende Kunst wird unter anderem in Berlin und Hamburg die neue, großformatige Theaterarbeit des finnischen Star-Regisseurs Kristian Smeds 12Karamasows gezeigt, ebenso das Stück Worship! des finnisch-sprachigen Theaterkollektivs Nya Rampen aus Helsinki, das soeben den Impulse Preis gewonnen hat. Im Prater präsentiert das Künstlerduo Vegard Vinge und Ida Müller John Gabriel Borkman - den 4. Teil der Ibsen-Saga. Daneben sind mit der schwedischen Performerin Charlotte Engelkes, der isländischen Choreographin und Tänzerin Erna Omarsdottir oder der norwegischen Choreographin Ingun Bjørnsgaard international anerkannte Akteure der Tanz- und Performanceszene eingeladen. Die schwedische Autorin Susanna Alakoski wird aus ihrem preisgekrönten Roman Bessere Zeiten lesen, dessen gleichnamige Verfilmung während des NORDWIND Festivals Vorpremiere feiert. Der finnische Akkordeon-Virtuose Kimmo Pohjonen kombiniert mit dem ukrainischen Frauen-Vocal-Ensemble DakhaBrakha osteuropäische Volksmusik mit Einflüssen von Jazz bis Hip Hop.

Alle Termine finden Sie unter: www.nordwind-festival.de

4.4 Musik

7. Oktober | ab 20 Uhr | King Kong Klub
DELAY TREES
Rami Vierula (Gesang, Gitarre), Lauri Järvinen
(Gitarre, Synth, Glockenspiel, Gesang), Sami Korhonen (Bass, Synth) und
Onni Oikari (Schlagzeug, Percussion).

Die Mitglieder der Band stammen aus Helsinki und Hämeenlinna im südlichen Finnland. Als frischgebackener Twen begann Rami damit, Songs über den zunehmenden Druck des Erwachsenwerdens, Arbeitslosigkeit, dahinsiechende Freundschaften und die langen finnischen Winter zu schreiben. Da er seine musikalische Sozialisation mit Sami und Lauri teilte, war es nur natürlich, die neuen Songs zusammen zu spielen. Es dauerte ein bisschen, einen passenden Drummer zu finden, bis sich Onni, der Bruder eines gemeinsamen Freundes, als Idealbesetzung entpuppte. Seit 2007 proben die Jungs kontinuierlich als DELAY TREES und spielten regelmäßig Gigs in Finnland, u. a. als Support von Teenage Fanclub und The Ruby Suns. In Deutschland wurden sie erstmals im Januar 2010 live in Berlin und Hamburg vorstellig. Ihr Debüt nahmen sie in Eigenregie 2008 in Hämeenlinna auf, eine Sammlung von 7 Songs, die zur "Soft Construction EP" werden sollte. Diese erschien schließlich 2009 - ebenfalls von der Band in selbst und ohne Label veröffentlicht - und heimste jede Menge Lorbeeren ein. Es war in einer düsteren Ecke im legendären Club Liberté, dass DELAY TREES ihren Vertrag mit dem nicht weniger legendären finnischen Label Johanna Kustannus unterschrieben.

KING KONG KLUB
Brunnenstr. 173
10119 Berlin

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21. Oktober | Baptisten-Kirche Berlin-Reinickendorf
Fjarill
Aino Löwenmark – Piano | Hanmari Spiegel – Geige

Die Musik von Fjarill ist ein Fest für viele Sinne. In ihren Liedern geht es um Stimmungen, Gefühle, Berührungen. Die wärmende Stimme der schwedischen Pianistin Aino Löwenmark umschmeichelt einprägsam und selbstsicher die Seele, Hanmari Spiegels inniges Geigenspiel erzählt von Geborgenheit und Loslassen. Fjarill schaffen ergreifende Kammermusik, die ins Freie drängt. Mal denkt man an mittelalterliche Burgen mit blond bezopften Zofen, mal an dichte Märchenwälder, in denen sich fröhliche Feen tummeln. Es geht um Trost und wärmende Gedanken, um Innehalten und das Geschenk des Augenblicks in einer Welt, die von Stress und Chaos bestimmt ist.

Melodien zum Ganz-tief-Durchatmen, die an die fantasievollen, unbeschwerten Kindheitsträume einer Astrid Lindgren erinnern. Fjarill – das ist Urlaub vom Leben, weit weg von den Mühen des Alltags.

Tickets 10-12 Euro
Tel.: 030 - 49 87 33 89 | info (at) efg-reinickendorf.de

Alt Reinickendorf 32 13407 Berlin www.fjarill.de

4.5 Für Kinder

Berlin- und bundesweit in den Kinos
Wickie auf großer Fahrt
ab 7 Jahre

Der zweite Wickie-Film. Diesmal entführt der Schreckliche Sven Wickies Vater, den Wikingerhäuptling Halvar. Also wird Wickie der neue Chef und versucht mit Svenja und den starken Männern Tjure, Snorre, Urobe, Gorm, Ulme und Faxe, seinen Vater zu befreien.

4.6 Ausstellung

8. Oktober | 18 Uhr | Galerie 111
Tag der isländischen Lebenskunst

Die Galerie 111 lädt am 8. Oktober zu einem "Tag der isländischen Lebenskunst" ein. Die Galerie wird sich an diesem Tag in ein Klein-Reykjavík verwandeln. Zu Gast sind Performancekünstler wie Sirra Sigrún Sigurðardóttir und Erling Klingenberg von der Reykjavíker Kling & Bang Gallerí. Alva Gehrmann wird aus ihrem Buch "Alles ganz Isi" lesen und der Schaubühnen-Schauspieler Þorbjörn Björnsson gibt einen ironischen Einblick in die Landeskunde. Bei einem Bad im eigens für den Tag gebauten Hot Pot kann der Besucher auf die isländische Art relaxen und nebenbei noch Spezialitäten wie den Brennivin probieren. Später treten u. a. die isländische Sängerin Berglind Ágústsdóttir und der Schauspieler ("Nói Albinói") und Künstler Tómas Lemarquis auf.
Galerie 111 (ort für zeitgenössische kunst)

Torstraße 111
10119 Berlin
www.tor111.de

5 Der NORDEN in TV und Radio

Island ist 2011 als erstes nordisches Land Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Der Schwerpunkt des isländischen Gastlandauftrittes liegt auf der Neubearbeitung und Übersetzung der Isländersagas - momentan das größte Übersetzungsprojekt weltweit. ARTE zeigt die Kulturdokumentation "Kleine Insel, große Geschichten - Islands Künstler und die Sagas" zwei Tage vor Beginn der Frankfurter Buchmesse 2011. Und nicht nur hier ist Island Schwerpunkt auf dem TV-Bildschirm. Im Oktober.

ARTE | Mo, 10.10.11 | 23:05
Kleine Insel, große Geschichten
Dokumentation Island 2011

Eisige Gletscher, heiße Quellen, dunkle Wintertage und helle Sommernächte - Island ist ein Land der Extreme. Aber nicht nur die Natur bietet Überraschungen. Die Atlantikinsel ist nicht nur ein geologischer, sondern auch ein kreativer Hotspot.

Vor elfhundert Jahren lag Island als felsige Vulkaninsel noch unbesiedelt im Atlantik. Erst im 9. Jahrhundert versuchten die ersten Menschen, hier trotz des harschen Wetters und extremer Naturbedingungen heimisch zu werden. Und sie brachten ihre Götter mit, die fortan Himmel und Erde zusammen hielten, wie Ódin, der jeden Morgen mit seinen beiden treuen Raben Hugin und Munin (Gedanke und Gedächtnis) auf den Schultern über den Morgenhimmel reitet und die Welt erkundet.

In der Mitte des 12. Jahrhunderts nahmen dann die wunderbaren Islandsagas ihren Anfang. Bis in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts hinein entstanden etwa drei Dutzend größere Prosawerke und eine Anzahl kleinerer Geschichten. Sie alle erzählen von der Besiedlung Islands, den Menschen und ihren Konflikten. Auf Kalbsleder niedergeschrieben, legten sie den Grundstein für die Entwicklung der nordeuropäischen Literatur. Heute zählen sie zum UNESCO Weltdokumentenerbe. Ihre alten Mythen sind im kulturellen Leben Islands, ob in Literatur, Musik oder Kunst, noch immer präsent. Kein Schulkind, das nicht die Sagas kennt. Straßennamen in Reykjavík sind nach Sagahelden benannt, Anekdoten als Redewendungen in die Alltagssprache eingeflossen.

Die Dokumentation vermittelt einen Einblick in die Schaffenskraft der isländischen Kulturszene und ergründet mit einigen ihrer bekanntesten Künstler, Literaten und Musiker, warum Island ein "kreativer Hotspot" ist. Neben den Schriftstellern Gudbergur Bergsson und Hallgrímur Helgason kommen die bildende Künstlerin Gabriela Fridriksdóttir, die Übersetzerin Ursula Giger, der Bühnenkünstler Halldór Halldórsson, der Komponist Hilmar Örn Hilmarsson, der Reimsänger Steindór Andersen sowie die Choreografin Erna Ómarsdóttir zu Wort. Sie stellen ihre Projekte vor und geben Auskunft darüber, wie sie in der isländischen Tradition verortet sind.

ZDF | 11.10.2011 | 1:05 Uhr
Reißende Wasser

Schweden, Mittsommernacht: Ideale Zeit für einen Männer-Bootstrip auf einem einsamen Fluss irgendwo in den Wäldern. Mit dabei sind die Brüder Simon (Rafael Edholm) und Lukas (Emil Forselius) sowie ihre Freunde Anders (Alexander Skarsgård) und John (Peter Lorentzon). Das Wetter ist prächtig, die Stimmung bestens, als die Männer die Schwestern Susanne (Josephine Bornebusch) und Marie (Yaba Holst) aus dem reißenden Wasser retten.

Am sicheren Ufer schlagen sie ihre Zelte für die Nacht auf. Während Susanne sich ausgelassen gibt, wahrt Marie freundliche Distanz. Am nächsten Morgen ist Susanne verschwunden. Je mehr Zeit vergeht, desto wahrscheinlicher wird es, dass Susanne Opfer eines Verbrechens geworden ist. Dann schwimmt eine halbnackte Frauenleiche im Morast unter dem Bootssteg - Susanne. Todesursache war offensichtlich ein schwerer Schlag auf den Hinterkopf. Und wahrscheinlich wurde Susanne vor ihrem Tod sexuell missbraucht.

Mit dem Psychothriller "Reißende Wasser" zeigt das ZDF einen spannenden skandinavischen Krimi. Vor der idyllischen Kulisse der weiten schwedischen Landschaft loten Buch und Regie die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen aus. Inspiriert ist "Reißende Wasser" von John Boormans Klassiker "Beim Sterben ist jeder der Erste" ("Flussfahrt" - Deliverance, 1971), jedoch nimmt die Geschichte hier eine gänzlich andere Richtung.

EinsExtra | Sa, 15.10.11 | 21:30 Uhr
Island - Leben mit Feuer und Eis
Frankfurter Buchmesse - Island

Eine Insel auf halbem Weg zwischen Alter und Neuer Welt, ein Hot Spot im Nordatlantik, geprägt von Gletschern und aktiven Vulkanen: Island. Auf Island ist der Mensch den Naturgewalten in extremer Weise ausgesetzt.

Wind, Sturm, Kälte, plötzliche Wetterwechsel - das alles ist normal, ein Inlandsflug oder eine kurze Seereise längst keine Selbstverständlichkeit. Die Natur ist (über)mächtig, erscheint den Menschen beseelt. Die Natur prägt den Charakter der Menschen - und die Menschen nutzen die Kräfte der Natur. Geothermische Energie und Wasserkraft sind saubere, für Island typische Energiearten. Im Kraftwerk von Krafla im Norden der Insel ist mehr über die Qualität und die Risiken zu erfahren. Eine Tomatenzüchterin führt durch ihre riesigen Treibhäuser. Island ist längst nicht mehr nur Exporteur von Trockenfisch. Der Umgang mit der Natur hat sich grundlegend verändert, auch das Verhältnis zu den großen Meeressäugern ist endlich "friedlicher" geworden.

Filmautor Peter Kruchten begleitet eine Walbeobachtungstour und besucht das Walmuseum von Húsavik. In der Hauptstadt Reykjavik trifft er Halldór Gudmundsson; der Biograf des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Kiljan Laxness beschreibt das Entstehen eines Nationalcharakters aus der Auseinandersetzung mit den Naturgewalten. Auf den Westmänner-Inseln beobacht Kruchten die Ausgrabung von Häusern, die erst 1973 von Vulkanasche verschüttet wurden. "Pompeij des Nordens" nennt Kristin Johannsdottir dieses trotzige Projekt. Die Insel zu verlassen käme ihr nicht in den Sinn. Welchen Einfluss haben die Naturgewalten auf das Leben der Menschen? Diese Frage begleitet Kruchten auf seiner Reise rund um Island, vom Vatnajökull zur Halbinsel Snaefellsnes, von Húsavik bis Vestmannaeyja.

PHOENIX | Sa, 22.10.11 | 06:30 Uhr
Nationalpark Thingvellir, Island
Das Parlament der Wikinger

Die ersten Siedler im isländischen Thingvellir ließen sich um 870 nieder. 930 trat dort das erste gemeinsame Parlament, das Althing, zusammen - und der Grundstein für die isländische Republik wurde gelegt.

Bis ins Jahr 1798 tagten dort jedes Jahr über zwei Wochen lang bis zu 4.000 Menschen, um Streitereien zu schlichten und Gesetze zu beschließen. Im Laufe seines Bestehens jedoch büßte der Althing an Bedeutung ein, nachdem Island im 13. Jahrhundert seine Unabhängigkeit zuerst an Norwegen, später an Dänemark verlor. Schließlich wurde 1798 das Parlament aufgelöst. Mit der Unabhängigkeitsbewegung im Europa des 19. Jahrhunderts gewann Thingvellir wieder an Bedeutung. 1843 verkündete der dänische König Christian VIII. die Wiedereinführung des isländischen Parlaments, jedoch mit ausschließlich beratender Funktion. Seine volle Unabhängigkeit erreichte Island erst 1944 in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.

6 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

NORD: Helen Mirren Ehrenvorsitzende beim Nordischen Filmpreis

Die britische Oscar-Preisträgerin Helen Mirren wird die Ehrenvorsitzende der Jury für den Filmpreis des Nordischen Rates sein und am 17. Oktober 2011, zusammen mit ihren Jurykollegen, den Gewinner bei der Preisverleihung in Kopenhagen verkünden. Dies gab der Nordisk Film & TV Fond bekannt, der den Filmpreis im Namen des Nordischen Rates vergibt. Es ist das erste Mal, dass eine international bekannte Persönlichkeit der Filmindustrie eingeladen wurde, der Jury für den prestigeträchtigsten Filmpreis des Nordens beizutreten. In der Jury wird sie von Filmkritiker Per Juul Carlsen (Dänemark), Kommunikationsmanager Outi Heiskanen (Finnland), Geschäftsführerin Sif Gunnarsdóttir (Island), Redakteurin Silje Riise Næss (Norwegen), Filmkritiker Fredrik Sahlin (Schweden) und dem Geschäftsführer des Nordisk Film & TV Fond Hanne Palmquist unterstützt. Nach der Bekanntgabe wird Mirren ein Publikumsgespräch, moderiert von Jurymitglied Fredrik Sahlin, im Grand Teatret geben. (Quelle: Nordisk Film & TV Fond/ Foto: NFTF)

DK/DE: Dänischer Musikexport nach Deutschland boomt

Schon seit Jahren versuchen dänische Musiker, sich eine Namen in Deutschland zu machen. Mit Medina, Vollbeat und Aura scheint endlich auch das Interesse an aktueller Musik aus Dänemark in Deutschland zu wachsen. Die Dänische Musikindustrie redet sogar von einem "Durchbruch". Auf der diesjährigen Popkomm waren 18 dänische Pop- und Rockbands im Programm zu finden. (Quelle: Børsen)

FI: Aki Kaurismäkis Le Havre ist finnischer Oscar-Beitrag

Der Film "Le Havre", bei dem der finnische Regisseur Aki Kaurismäki nicht nur die Regie führte, sondern ihn auch mitschrieb und produzierte, ist ausgewählt worden, um Finnland bei den Oscar-Nominierungen in der Kategorie "Bester Ausländischer Film" zu repräsentieren. "Le Havre" hatte seine Weltpremiere bei der offiziellen Auswahl des 64. Filmfestivals in Cannes, wo er mit dem FIRESCI Preis ausgezeichnet und von der Jury besonders erwähnt wurde. Beim Münchner Filmfest wurde er mit dem APRI Preis für den Besten Internationalen Film prämiert, zusätzlich ist er Kandidat für den Europäischen Filmpreis. "Le Havre" erzählt die Geschichte eines Schuhputzers, der versucht, ein Flüchtlingskind zu retten. Darsteller des Filmes sind André Wilms, Kati Outinen, Blondin Miguel, Elina Salo und Jean-Pierre Darroussin. Die finnische Jury bezeichnet den Film als einen "schönen und in sich geschlossenen Film". In Inhalt und Form sei die menschliche Geschichte, die er erzählt, universell und zeitlos. Der Film umfasse historische Schichten verschiedener künstlerischer Felder. Die Jury schätzt auch seinen eigentümlichen Humor, der charakteristisch ist für Kaurismäkis minimalistischen Ausdruck. (Quelle: Finnisches Filminstitut)

FIN: Päivi Luostarinen neue Botschafterin Finnlands

Päivi Luostarinen ist zur Leiterin der Botschaft von Finnland in Deutschland ernannt worden. Sie ist seit 2008 Leiterin der Europa-Abteilung im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, in dessen Dienst sie 1981 eintrat. In den Jahren 2002-2007 war sie in der Abteilung für Amerika und Asien sowohl Unterabteilungsleiterin als auch Stellvertretende Abteilungsleiterin und Abteilungsleiterin. Von 1996 bis 2000 war sie stellvertretende Leiterin des Sekretariats für EU-Angelegenheiten im Ministerium und arbeitete in der Ständigen Vertretung Finnlands bei den Vereinten Nationen in New York sowie der Europäischen Union in Brüssel. (Quelle & Foto: Botschaft von Finnland)

DE/SE: Schwedische Straßennamen in Berlin

Greta-Garbo-Straße, Hammarskjöldplatz, Jenny-Lind-Straße, Olof-Palme-Platz oder Ronnebypromenade – mindestens 40 Straßen und Plätze gibt es in Berlin, mit denen Schweden in der Stadt präsent ist. Ob in Pankow, Steglitz, Marzahn, Hellersdorf, Charlottenburg oder Neukölln – in ganz Berlin finden sich große schwedische Namen. Die Deutsch-Schwedische Gesellschaft Berlin hat in einer informativen Sonderausgabe schwedische Straßennamen in Berlin dokumentiert und erklärt. Für zwei Euro kann die Broschüre unter clausvarg@aol.com bestellt werden. (Quelle: KULTURHUS BERLIN)

DK: Christiania verkauft Aktien

Der Verkauf von Volksaktien, um das Kopenhagener Christiania zu retten, läuft gut an. 76 Millionen Kronen werden benötigt, um die Freistadt "freizukaufen". Aktien im Wert von etwa einer halben Million Kronen seien bereits verkauft, so Christianias Hauptkassierer Svend Erik Krogh: "Wir sind sehr stolz und zufrieden und froh, dass so viele teilnehmen, um Christiania zu helfen". Die erste Rate in Höhe von 46 Millionen ist am 1. April fällig. Vi er meget glade og tilfredse. Folkeaktien kosten ab 20 Kronen aufwärts. Wer über 500 Kronen investiert, erhält eine handgedruckte Aktie aus der Christiania Grafikwerkstatt. (Quelle: Danmarks Radio)

IS/US: "Volcano" im Oscarrennen

Rúnar Rúnarssons Debütspielfilm um einen isländischen Pensionär ist im Rennen um den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film. Die isländisch-dänische Produktion hatte Weltpremiere in Cannes und wurde bereits in Toronto, Karlovy Vary, München, Transsylvanien og Haugesund gezeigt und reist noch nach Montreal, London und Chicago. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

DK/DE: Scandlines verlagert Arbeitsplätze

Die Reederei Scandlines wird etwa 150 dänische Arbeitsplätze streichen, sobald die beiden neuen Fährschiffe auf der Route Gedser-Rostock eingesetzt werden. Die M/S Berlin, die unter deutscher Flagge und Besatzung fährt, und die M/S Copenhagen, unter dänischer. Søren Sørensen vom Seemanns-Verband bezeichnete den Beschluss als Tragödie für die dänische Außenregion. "Mindestens 100 dänische Arbeitsplätze werden abgebaut, etwa 70 Mitarbeiter sollen umziehen. Auf uns wirkt das unverständlich, die Fähren unter unterschiedlichen Flaggen fahren zu lassen." Die Fähren werden 2012 in der Volkswerft Stralsund fertiggestellt und sind für 1500 Passagiere ausgelegt. (Quelle: Danmarks Radio)

US/DK: Preis für die beste Komödie

"Klovn – The Movie" hat den Publikumspreis auf dem renommierten Austin Fantastic Festival in Texas gewonnen, dem größten und profiliertesten Genrefilmfestival in den USA. Der Film wurde mit Jubelrufen und Beifall gefeiert. Die beiden Hauptdarsteller Casper Christensen og Frank Hvam gewannen außerdem den Preis fürs beste Komödiendrehbuch. Zuvor war "Klovn" bereits im Juli auf einem anderen Festival in Nordamerikas ausgezeichnet worden: mit dem Hauptpreis "Cheval Noir" des Fantasia International Film Festival in Montreal. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

DK: Dirch Passer füllt die Kinos

Bereits einen Monat nach dem Kinostart hat der Film "Dirch" 400 000 Besucher in die dänischen Kinos gelockt. Martin P. Zandvliets Film schlug damit Rasmus Heides "Alle for én", für den im Frühjahr 378 514 Tickets gekauft wurden. Der Schauspieler Nikolaj Lie Kaas spielt Dänemarks bekanntesten Komiker Dirch Passer und hat für seine Rolle begeisterte Kritiken erhalten. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

SE/DE: Durchbruch für deutschsprachige Literatur auf der schwedischen Buchmesse

Die deutschsprachige Literatur war in diesem Jahr Schwerpunkt der Göteborger Buchmesse. Auf der größten Buchmesse Skandinaviens hat sie ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit erregt und genau den Zeitgeist getroffen. Der Themenstand war sowohl von Publikum, Verlagen und Presse dicht umringt. Die großen Tageszeitungen widmeten ganze Seiten deutschsprachigen Autoren und der Suche nach Trends in der deutschsprachigen Literatur. Alle Bücher besuchender Autoren haben sich nach Angaben der Verlage verkauft, sogar die Anthologie "Die Schweiz erzählt". Die Schweizer Kulturrätin Benita Funke meint, man habe zeigen können, dass deutschsprachige Literatur nicht nur schwer sei. 95 deutschsprachige Verlage waren auf der Messe, die insgesamt über hundert Veranstaltungen zum Thema anbot. (Quelle: Svensk bokhandel)

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