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Nils Kuhlmann

Finnisches Design in Berlin

Zwei Mal Finnisches Design in Berlin: Die finnische Firma Iittala eröffnet ein neues Geschäft in Berlin-Mitte. Der Geschäftsführer des neuen Geschäftes, Nils Kuhlmann, hat mit KULTURHUS BERLIN über finnisches Design, Berlin und die Mumins gesprochen.

 

KULTURHUS BERLIN: Vor kurzem haben Sie ein Iittala Geschäft in der Friedrichstraße eröffnet, nun folgt bereits das zweite in der Münzstraße. Wie kam es zu der Entscheidung, zwei Läden gerade in Berlin-Mitte zu eröffnen, wo es insgesamt nur vier Iittala Stores in ganz Deutschland gibt? Was ist an Berlin besonders attraktiv?

Nils Kuhlmann: Berlin gilt als gute Einstiegsmöglichkeit in den deutschen Markt. Viele deutsche als auch ausländische Touristen besuchen die Stadt und bringen ihre Eindrücke mit nach Hause. Zudem ist Berlin im Moment bei Kunst- und Design-Interessierten – unserer potentiellen Kundschaft – sehr angesagt. Die Kaufkraft der Berliner mag nicht so groß sein wie in Hamburg oder München, dafür ist der Berliner sehr neugierig und interessiert sich besonders für skandinavisches Design. Iittala ist fest davon überzeugt, dass Berlin eine Stadt ist, die das Potential für zwei Iittala-Läden mit unterschiedlichem Konzept hat.

KULTUHUS BERLIN: Wodurch zeichnet sich das finnische Design aus? Wen möchten Sie damit ansprechen?

Nils Kuhlmann: Finnisches Design ist sehr funktional. "Form follows function" ist hier die Devise. Finnische Designer lassen sich zudem von der Natur und ihren Formen inspirieren. Die Themen Wasser, Wald, Eis oder Feuer findet man häufig in ihren Entwürfen wieder. Der finnische Grafiker Klaus Haapaniemi ließ sich von der finnischen Märchenwelt zu den Illustrationen unseres "Taika"-Geschirrs inspirieren. Bezeichnend für die Iittala-Kollektion sind auch die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Designs untereinander. Wir möchten Menschen ansprechen, die Wert auf Funktionalität legen und zugleich ihren sehr eigenen Stil haben. Iittala bietet unendlich viele Möglichkeiten, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. "I would only ask you, not to forget to play." Alvar Aalto

KULTURHUS BERLIN: Eine Vielzahl bekannter finnischer Designer wie der berühmte Architekt und Designer Alvar Alto war und ist für Iittala tätig. Gibt es gemeinsame Eigenschaften, die die Objekte aller Designer verbinden? Haben sich die Produkte durch den Einfluss der jungen Designer verändert?

Nils Kuhlmann: Ich würde sagen, die Naturverbundenheit der Designer und ihrer Entwürfe prägt das finnische Design ganz besonders. Dies gilt auch für junge Designer, die diese Tradition weiterführen und das finnische Design zugleich durch neue, urbane Ideen bereichern wie z.B. Klaus Haapaniemi oder Aleksi Perälä.

KULTURHUS BERLIN: Iittala führt auch die berühmten Mumin-Sammeltassen. Jedes Jahr erscheint ein Becher mit einem neuen Motiv aus den Mumin-Geschichten. Können Sie uns sagen, wann und wie die Idee hierzu entstanden ist? Wer nimmt heute, nach dem Tod von Tove Jansson, die Auswahl der Motive vor?

Nils Kuhlmann: Die Mumin-Sammeltassen werden von der finnischen Firma Arabia seit den 1950er Jahren hergestellt. Ursprünglich entwarf die Autorin der Mumins, Tove Jansson, die Illustrationen, später übernahmen andere Künstler diese Aufgabe. Künstlerisch verantwortlich waren jedoch immer Frau Jansson und später die Moomins Character Ltd., die auch heute noch die Auswahl der Motive bestimmt. Arabia Finland gehört zur Iittala group, die Mumin-Becher werden in Iittala Stores europaweit vertrieben.

 

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Adresse:

Iittala store Friedrichstrasse, Berlin

Münzstr. 7

Berlin-Mitte

Das Interview führte Inken Dose im November 2008.

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