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< Brahms-Konzert unter Leitung von Dirigent Herbert Blomstedt
15.11.2018 | 19:00

Neue Lyrik aus dem Norden

Lesung mit Irik Farestad, Autor, Norwegen | Sten Kaalø, Autor, Bovlund, Südjütland | Cecilie Lind, Autorin, Dänemark | Rasmus Nikolajsen, Autor, Dänemark | Malte Persson, Autor, Berlin | Linda Vilhjálmsdóttir, Autorin, Island

Sechs Dichterinnen und Dichter aus dem Norden stellen in Lesung und Gespräch neue Werke vor. Unter ihnen Sten Kaalø, Cecilie Lind und Rasmus Nikolajsen, drei der insgesamt zehn dänischen Dichterinnen und Dichter, die im zweisprachigen Gedichtband Hier habt ihr mich (Verlag Parasitenpresse, Übersetzung: Phillipp Botte, Justus Carl, Sarah Fengler, Berit Huntebrinker, Rosa-Claire Reinicke, Viktoria Marie Stowasser und André Wilkening) vertreten sind.

Der Dichter und Übersetzer Ulrik Farestad (geboren 1984 in Oslo) ist eine der interessantesten Stimmen der jungen norwegischen Lyrik. Er liest aus seinem im März auf Deutsch erschienenen Gedichtband Staub, Sterne, Pixel (Edition Rugerup 2018, Übersetzung: Klaus Anders).

Sten Kaalø (geboren 1945 in Frederiksberg) debütierte 1969 mit seiner ersten Gedichtsammlung Med hud og hår (Mit Haut und Haaren). Es folgten Bücher und Theaterstücke, Hörspiele und Kirchenlieder.

Cecilie Lind (geboren 1991 in Ringkøbing) ist Absolventin der Autorenschule in Kopenhagen. Ihre ersten Gedichte Ulven åd min eyeliner wurden 2010 publiziert. 2012 erschien Dughærget pupil accelererer tusmørke als „Un-Sagen“, Linds eigene Genrebezeichnung. In den Prosagedichten werden bekannte Märchenuniversen und Mythologien durcheinandergewirbelt.

Rasmus Nikolajsen (geboren 1977 in Kopenhagen) studierte Literaturwissenschaft und debütierte 2000 mit dem Gedichtband digte om lidt (gedichte in kürze). Seitdem hat er sechs weitere Gedichtbände sowie Prosabände veröffentlicht. In seinen Gedichten thematisiert Nikolajsen oft sein Verhältnis zur Natur.

Malte Persson (geboren 1976 in Stockholm) ist Dichter, Prosaschriftsteller, Kritiker und Übersetzer. Sein Debütroman Livet på den här planeten (Das Leben auf diesem Planeten) erschien 2002 (Albert Bonniers Förlag) und war wie auch sein Historienroman Edelcrantz förbindelser (Edelcrantz’ Beziehungen) aus dem Jahr 2008 für die Auszeichnung als bester schwedischer Roman des Jahres nominiert. Zwei weitere Romane und ein Bilderbuch zählen ebenso zu seinem schriftstellerischen Werk wie mehrere Gedichtbände. Im Frühjahr 2018 erschien in Schweden sein neuer Gedichtband Till dikten (An das Gedicht).

Linda Vilhjálmsdóttir (geboren 1958 in Reykjavik) arbeitete viele Jahre als Krankenpflegerin. 1990 erschien ihr erster Gedichtband Blaufaden. Ihm folgten bisher fünf weitere Gedichtbände, mehrere Theaterstücke und ein autobiografischer Roman. Sie stellt ihren neuen Gedichtband Freiheit (elifverlag 2018, Übersetzung: Wolfgang Schiffer, Jón Thor Gíslason) vor. Am Beispiel Islands beinhalten Linda Vilhjálmsdóttirs Texte eine kluge poetische Analyse einer unter den Machtinteressen von Politik und Finanzkapitalismus leidenden und zugleich durch scheinbare Erfolge verführbaren Gesellschaft; sie sind Anklage und als solche ein kraftvoller Appell zur Daseinsveränderung.

Ort:

Haus für Poesie Kulturbrauerei

Knaackstr. 97, 10435 Berlin

Eintritt:
6/4€ Karten an der Abendkasse

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