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< Die andere Seite der Hoffnung (FI)
06.04.2017 | 19:00

Raw Salon: Ein Rohspiel

Nach einem Text von Anne Carson | 6.-8. April 2017

„With repetition, narrative things like songs, concerts, or operas can lose their traditional form and become static—but vibrant, like paintings or sculptures, I often look at my performances as sculptures and the videos as paintings.“
Ragnar Kjartansson

Um Punkt 19.00 Uhr beginnt eine Szene in einem Salon, auf einer frühen Dinner-Party im besseren Teil einer Stadt, irgendwo auf der Welt. Drei Menschen treffen sich, Dialoge fallen, Cocktails, Schnittchen, Klaviermusik und das alles immer wieder, bis weit über die Unendlichkeit hinaus... Wo wären wir nur ohne die Wiederholung? Denken wir allein mal an den Lauf der Sonne, den Wechsel der Jahreszeiten, oder die immer wiederkehrende morgendliche Toilette? Die Repetition ist eine der wichtigsten Techniken des Reduzierens und findet in Kunst, Musik, Religion, Wissenschaft und gemeinem Alltag gleichermaßen Verwendung. Sie ist grundlegendes Werkzeug des Menschen, den Dingen Spiritualität, Substanz und Gewicht zu verleihen. Durch die Repetition ergeben sich Muster, die entweder nach einem exakt definierten Plan oder aber auch durch Zufall entstehen können. Im letzteren ist das Endergebnis nicht direkt voraussehbar... Und auch im Theater: Proben und Reproduzieren, mal mehr oder weniger genau. Und zu jeder Aufführung und Reproduktion kommt dann das sublime Bewusstsein des Publikums hinzu, einem wiederholten Moment beizuwohnen. Obwohl? Erinnern wir uns doch an Strasberg und Stanislavsky, sie verzweifelten daran: Wie kann der Schauspieler in jeder Wiederholung dieselben tiefen Gefühle, die „Illusion des ersten Mals“, erzeugen? Kierkegaard war schon die Wiederholung des immer Selben endgültig zu transzendent, und er nahm die paradoxe Beweisführung, die wiederholte Widerlegung der Wiederholung, als Beleg gegen ihr Vorkommen. Und Anne Carson schließlich, 1950 in Toronto geboren, Professorin für Alt-Griechisch, Übersetzerin und eine der großen Lyrikerinnen der Gegenwart, schrieb exklusiv für den isländischen Künstler Ragnar Kjartansson ein Theaterstück.

Karten kosten 25,- Euro bzw. 15,- Euro (ermäßigt).

Ort:
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
10178 Berlin

 

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