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7. Socle du Monde Biennale
Piero Manzoni, Socle du Monde, 1961 (c) Ole Bagger, Courtesy of HEART
HEART - Herning Museum of Contemporary Art, Denmark (c) Iwaan Baan

Herning wird 2017 zum Muss für Kunstliebhaber: Die 7. Socle du Monde Biennale im HEART überbietet sich selbst

Mit Piero Manzonis berühmtem Weltsockel (Socle du Monde) aus dem Jahr 1961 hat die dänische Kleinstadt Herning im mittleren Jütland ein künstlerisches Monument der besonderen Art zu bieten. Die Kunstwelt stand und steht mit Manzoni Kopf. Dank der Überzeugungsarbeit des Textilunternehmers Aage Damgaard (1917–1991) im Jahr 1960 kehrte der aufmerksamkeitserregende Künstler Manzoni nach einem ersten Aufenthalt ein Jahr später nach Herning zurück, um dort zu arbeiten, und bescherte Herning so neben seinem ikonischen Socle du Monde die größte Sammlung seiner Kunst in Europa.

Mit der außergewöhnlichen Skulptur wird Herning für Freunde der Kunst zum Nabel der Welt – spätestens zur Biennale im nächsten Jahr. Vom 22. April bis 27. August 2017 wird das HEART (Herning Museum of Contemporary Art) unter der Leitung von Holger Reenberg die 7. Socle du Monde-Biennale mit dem Thema „To Challenge the Earth, the Moon, the Sun & the Stars” präsentieren. Dafür ist ein internationales Team von Kuratoren rekrutiert worden, zu dem Daniel Birnbaum, Mattijs Visser, Maria Finders, Jean-Hubert Martin und Olivier Varenne zählen. Lotte Korshøj (Leiterin des benachbartem Carl-Henning Pedersen & Else Alfelts Museums), Michael Bank Christoffersen (leitender Kurator des HEART) sowie Holger Reenberg (Leiter des HEART) ergänzen das erstklassige Biennale-Team mit ihrer Expertise.

Auf der 7. Socle du Monde-Biennale werden Positionen zeitgenössischer Künstler_innen und Kurator_innen zu sehen sein, die sich auf verschiedenste Art und Weise mit Piero Manzonis Erbe und dem der ZERO-Kunst der 1950er und 1960er auseinandersetzen. Themen wie Identität, Licht, Körper, Geburt, Erde und Fäkalien, die Manzonis Kunst prägen, werden Ausgangspunkte für die Beiträge zur Biennale sein und in sieben Kapiteln von jeweils ein bis zwei der renommierten Kurator_innen bespielt. Der Austausch zwischen den Künstler_innen sowie zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird dabei eine große Rolle spielen.

Auf der bisher größten Socle du Monde-Biennale seit Beginn 2002 werden unter anderem Chiharu Shiota, Ernest Mangoba, Gutai, Hannah Heilmann, Heinz Mack, Koen Vanmechelen, Paul Gadegaard, Sven Dalsgaard, Tomás Saraceno, Wim Delvoye, natürlich Piero Manzoni und viele mehr mit ihren Werken zu sehen sein. Die ganzheitliche Einbeziehung des HEART und seiner Umgebung, d. h. der Gartenlandschaft, dem benachbarten Carl-Henning Pedersen & Else Alfelts Museum, der alten 15-stöckigen Hochschule, die als „Inkubator“ für die praktische Begegnung der Künstler_innen dienen wird, stellen die Konventionen einmal mehr auf den Kopf und die Frage: Wie geht es nach Manzoni und der ZERO-Kunst weiter?

Die bevorstehende Socle du Monde-Biennale hat mit seiner internationalen und komplexen Konzeption allerhand Interessantes in der Auseinandersetzung mit Manzonis und der ZERO-Kunst zu bieten. Um sich selbst ein Bild davon zu machen, gelangt man bequem in etwa drei Stunden mit Auto von Kopenhagen aus oder mit dem Flugzeug über Billund und einer halbstündigen Fahrt nach Herning.

Die jütländische Kleinstadt bietet alles, was man braucht: die perfekte Mischung aus Kunst- und Naturerlebnis. Wer einen Abstecher in die Kulturhauptstadt Aarhus, die in etwa einer Fahrstunde angesteuert werden kann, vorhat, sollte besser gleich mehrere Tage für die Erkundungstour einplanen. Es gibt viel zu entdecken in und um Herning!

Text: Ina Juckel

 

Ort: HEART und Umgebung, Herning (DK)

Datum: 22. April - 27. August 2017


Weitere Informationen gibt es unter folgendem Link:
www.socledumonde.org

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